Am 24. April wurde in Weissach ein ganz besonderer Ort eröffnet: Samocca – ein inklusives Café, in dem Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenarbeiten. Das neue Angebot schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch einen Raum für Begegnung, Austausch und gelebte Inklusion.
Die feierliche Eröffnung wurde musikalisch vom inklusiven Chor der Lebenshilfe Leonberg begleitet. Mit ihrem gelungenen Auftritt sorgten die Sängerinnen und Sänger für eine warme, einladende Atmosphäre und setzten einen stimmungsvollen Auftakt für das neue Café. Ihr Engagement und ihre Freude an der Musik machten die Eröffnung zu einem besonderen Erlebnis für alle Gäste.
Samocca lädt von Mittwoch bis Samstag, jeweils von 9 bis 17 Uhr, zum Verweilen ein. Besucherinnen und Besucher können sich auf ein leckeres Frühstück, eine kleine, abwechslungsreiche Mittagessenkarte sowie eine Auswahl an köstlichen Kuchen und Torten freuen.
Mit diesem inklusiven Café ist in Weissach ein Ort entstanden, der zeigt, wie bereichernd gemeinsames Arbeiten und Miteinander sein können. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Inklusion im Alltag gelebt werden kann – offen, herzlich und für alle zugänglich.


Die inklusive Theatergruppe der Lebenshilfe Leonberg feierte ihr 10-jähriges Jubiläum mit ausverkauftem „Robin Hood“ im Theater im Spitalhof.
Mit einer umjubelten Aufführung von „Robin Hood“ hat die inklusive Theatergruppe „alledabei“ am 19. April im Theater im Spitalhof ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Nach der ausverkauften Vorstellung ließ das Publikum den Abend gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Schauspielern in fröhlicher Stimmung ausklingen.
Gegründet wurde die Gruppe vor zehn Jahren anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Lebenshilfe Leonberg. Damals stand das Stück „Frau Holle ist auch nur ein Mann“ auf dem Programm. Was zunächst als einmaliges Projekt gedacht war, hat sich seither zu einem festen Bestandteil des Leonberger Kulturlebens entwickelt.
Mittlerweile hat „alledabei“ bereits acht Produktionen auf die Bühne gebracht. Charakteristisch für die Arbeit der Gruppe ist, dass alle Stücke eigens für das Ensemble geschrieben werden. Dabei stehen die individuellen Fähigkeiten der Darstellenden im Mittelpunkt – jede und jeder soll zeigen können, was in ihm oder ihr steckt. Inklusion ist dabei ein wichtiger Gedanke, im Vordergrund steht jedoch vor allem eines: das Publikum bestens zu unterhalten. Der Erfolg gibt der Gruppe recht – die Vorstellungen sind regelmäßig ausverkauft.
So vielfältig wie das Ensemble sind auch die Inszenierungen. Zum Repertoire zählen Märchenadaptionen wie „Frau Holle ist auch nur ein Mann“, „Aschenputtel“, „Spieglein, Spieglein in der Hand“ (nach Schneewittchen), „Der gestiefelte Kater“ und die „Leonberger Stadtmusikanten“. Aber auch moderne Stoffe fanden ihren Weg auf die Bühne: Mit „Golden Eye“ nahm die Gruppe Reality-TV-Formate humorvoll aufs Korn. Selbst vor Klassikern machte „alledabei“ nicht Halt – so wurde „Romeo und Julia“ kurzerhand nach Leonberg und Eltingen verlegt, sehr zur Freude des lokalen Publikums.
Ein fester Bestandteil der Aufführungen ist auch die Musik: Die Inszenierungen werden mit Akkordeon und Gitarre begleitet und erhalten dadurch eine zusätzliche Ebene.
Für Jürgen Rein, den Aufsichtsratsvorsitzenden der Lebenshilfe Leonberg, hat die Theatergruppe eine besondere Bedeutung. Sie zeige, wie Inklusion auch im künstlerischen Bereich umgesetzt werden könne. Nicht Perfektion stehe im Vordergrund, sondern das gemeinsame Spiel, bei dem jede und jeder eine wichtige Rolle übernimmt – auf der Bühne wie im Leben.
Nach zehn erfolgreichen Jahren blickt die Theatergruppe nun voller Energie in die Zukunft und hofft auf viele weitere Ideen sowie ein weiterhin treues Publikum.


